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Korkzapfen und andere Verschlüsse



 Korkeiche, Zapfen, Weine
               Korkeiche

Kork, Zapfen, Weine
           gestanzter Kork

Ein Korken ist ein elastischer, wasser- und gasdichter Verschluss für Wein und Sekt. Hergestellt werden Korken aus der Rinde der Korkeiche. Die Korkeiche wächst am westlichen Mittelmeer, hauptsächlich in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Algerien, Marokko und Tunesien wo sie insgesamt 2,2 Millionen Hektaren bedeckt. Versuche, sie in andere Regionen zu verpflanzen, scheiterten kläglich.

Das Einsetzen eines Korken in den Flaschenhals (Verkorken) erfolgt maschinell in der Weise, dass der Korken zunächst durch eine zylindrische Presse so weit zusammengedrückt wird, dass sein Durchmesser etwas geringer ist als der Innendurchmesser des Flaschenhalses. Anschließend wird er mit hoher Geschwindigkeit in den Flaschenhals gestossen. Durch den hierbei wegfallenden Pressendruck dehnt der Korken sich im Durchmesser wieder aus und presst sich an die Innenwand des Flaschenhalses (bei Sektkorken zusätzliche Festigung durch Agraffe).

Ein guter Korken ist direkt aus dem Kork gestanzt, während die billigen Korken Presskorken sind, das heißt sie werden aus Korkabfällen produziert.

Ein Durchschnittskorken hat eine Länge von 39 mm, bei Spitzenweinen ist er bis zu 60 mm lang. Entscheidend für die Qualität des Korkens ist es, ob er die Flasche dicht hält. Gute Korken sind glatt, fest und lang. Billigkorken erhalten die Weinhersteller schon für wenige Cent, Spitzenqualitäten können einen halben Euro kosten.

Korken aus Naturkork sind wegen ihrer besonderen Eigenschaft, im Wein so genannten Korkton zu erzeugen, in der Kritik. Weine mit Korkgeschmack riechen muffig und haben einen unangenehmen bitteren Geschmack, der von einer leichten Note, die von manchen Menschen nicht einmal wahrgenommen wird, bis zur völligen Ungeniessbarkeit reichen kann. Verursacht wird dieser durch Spuren von TCA (Trichloranisol). Es wird geschätzt, dass bis zu 10% der mit Weinkorken verschlossenen Flaschen durch den Kork verdorben werden. Besonders die billig produzierten Presskorken sind anfällig für die Erzeugung dieses Weinfehlers.
 
Kork, Zapfen, Weine

Die Diskussion um Weinverschlüsse, die den Naturkorken vollwertig ersetzen, ist in vollem Gange. Die Ansprüche sind klar: möglichst gasdicht, geschmacksneutral und ästhetisch attraktiv muss die Alternative sein. Glaubt man dem Trend, so scheint der Schraub--verschluss dem Anforderungsprofil am nächsten zu kommen. Als Vorreiter gelten die Schweizer Winzer: Für sie sind Schraubverschlüsse selbst bei hochwertigen Weinen seit langem kein Tabu mehr. Nun haben in Übersee – vor allem Australien, Kalifornien und Neuseeland – namhafte Weinbetriebe auf Schraubverschlüsse umgestellt. So im Jahre 2000 als erstes Premium-Weinbaugebiet der Welt die für ihre Rieslinge bekannte Region Clare Valley in Südaustralien. Weitere Produzenten werden zweifellos folgen. Denn inzwischen haben Tests bestätigt, dass Schraubverschlüsse eine mindestens zehnjährige Haltbarkeit ohne Qualitätsverlust garantieren. Auch stehen den Produzenten heute gleich mehrere bewährte Verschlusssysteme zur Auswahl. Neben dem Long-Cap-Wine-Verschluss (LCW) sind vor allem der amerikanische Metal Closure Alcoa (MCA), der Schweizer Bague Vin Suisse (BVS) sowie der französische Stelvin auf dem Markt präsent.

 Schraubverschlüsse, Zapfen, Weine

Schraubverschluss: sensorisch optimal
Während der Schraubverschluss in der Schweiz wie in Übersee akzeptiert scheint, sind Verbraucher wie Erzeuger in den grossen europäischen Ländern in zwei Lager gespalten. In Deutschland, Frankreich, Österreich und selbstver-ständlich auf der iberischen Halbinsel mit dem Hauptkorklieferanten Portugal hat sich eine eher emotional geführte «Kulturdebatte» entwickelt. Die pragmatische Lösung: Der günstige Schraubverschluss kommt vorerst auf die Literware, der Naturkork bleibt den hochwertigen Weinen vorbehalten. Wie eine Versuchsreihe der deutschen Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt (SLVA) Oppenheim in Rheinhessen zeigt, sind die sensorischen Eigenschaften des Schraubverschlusses bestechend. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis er das «Billig-Image», das an ihm haftet, ablegt.

Korkzapfen, Zapfen, Verschlüsse, Weine

Naturkorken: hochwertig
Umgekehrt darf uns der Naturkorken nicht verloren gehen. Sein charakteristisches «Plopp» soll auch in Zukunft für hohen Weingenuss stehen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Korkproduzenten die Qualität des Naturkorks steigern. Insider wissen: Die weltweit gesteigerte Weinproduktion hat zu einem Raubbau bei den Korkeichenbeständen geführt. Die Qualität der Naturkorken ist deshalb im letzten Jahrzehnt gesunken, das Thema Korkge-schmack zum Dauerbrenner geworden. Eine bewusste Anbaupolitik kann dieser Entwicklung entgegensteuern. 

Kunststoffzapfen, Zapfen, Verschlüsse, Weine

Kunststoffverschluss: immer besser
Neben Schraubverschlüssen liegen auch Kunststoffzapfen im Trend – vor allem für junge Weine. Kunststoffzapfen existieren heute in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen und Herstellungsweisen. Aber auch hier kommt es auf die Qualität an. Nur mit einem geschmacksneutralen Qualitätszapfen lässit sich ein Wein bedenkenlos zwei bis zweieinhalb Jahre lagern. Leider weiss man beim Kauf der Flasche nicht, welche Qualität der Hersteller verwendet hat.

Wir selbst haben bei 3 Weinsorten (2 Weissweine, 1 Rotwein) festgestellt, dass sie bereits nach einer Lagerung von eineinhalb bzw. zwei Jahren einen erheblichen Luftton aufwiesen was heisst, dass die Kunststoffzapfen luftdurchlässig waren. Rund 80 Flaschen Wein sind ungeniessbar geworden und mussten ausgeschüttet werden. Wir sind daher vorsichtig geworden mit Weinen, die einen Kunststoffzapfen haben vor allem, wenn es um grössere Mengen geht. Die selben Weine haben früher mit Korkverzapfung über 4 Jahre gehalten.

Glaskorken, Korken, Verschlüsse, Weine

Korken, Zapfen, Kronkorken, Weine

Glasverschluss oder Edelstahlkrone: Zukunftsvisionen?
Schraub-, Kork- oder Kunststoffverschluss? Nichts von all dem, sagt sich die Alcoa Deutschland GmbH in Worms. Glas auf Glas – das ist vielmehr des Rätsels Lösung. Der Glasverschluss ähnelt äusserlich dem Griffzapfen, ist mit einem kleinen Gummidichtring versehen und kann den meisten Flaschenöffnungen angepasst werden. Über dem Glasverschluss sitzt eine Aluminiumkappe. Geöffnet wird die Flasche mit einem Spezialöffner, der durch axialen Druck die Alu-Kappe in zwei Teile «sprengt». Der Glasverschluss selbst kann anschliessend leicht mit dem Daumen abgeklippst werden. Die Vorteile sind unter anderem gute Wiederverschliessbarkeit und problemlose Liegendlagerung der Flasche.

Ist der Glasverschluss besonders im Premium-Bereich die Zukunft? Oder besteht der zukünftige Verschluss vielleicht aus dem noch in Entwicklung stehenden Edelstahl? Auf die Weinflasche mit doppellippiger Mündung – ähnlich der einer Sektflasche – wird ein Kronenverschluss aus Edelstahl gesetzt, in dem sich eine mechanisch eingelegte Polyethylen-Dichtung befindet. Über dem Verschluss sitzt die Zinn- oder Schrumpfkapsel.

Glas oder Edelstahl? Die Antwort steht offen. Die Zukunft wird es weisen, ob sich einer der beiden neuen Verschlüsse durchsetzt.











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